ZeMKI MEDIENGESPRÄCHE

Die ZeMKI MEDIENGESPRÄCHE versprechen tiefe Einblicke in aktuelle Entwicklungen des Mediengeschehens und fundierte wissenschaftliche Einordnung. Zweimal im Semester lädt das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen Persönlichkeiten aus der Medienpraxis ein, über gesellschaftliche Streitfragen rund um den Medienwandel zu sprechen. Darüber hinaus werden die Erfahrungsberichte der Praktiker jeweils durch eine wissenschaftliche Response aus den Reihen der Forscherinnen und Forscher am ZeMKI ergänzt.

Die ZeMKI MEDIENGESPRÄCHE finden regelmäßig zu zwei Terminen in der Vorlesungszeit im Rahmen der Reihe "Wissen um 11" im Bremer Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4-5, statt. 

Mit seinen MEDIENGESPRÄCHEN möchte das ZeMKI verschiedene Perspektiven auf den Medienwandel mit hoher gesellschaftlicher Relevanz gemeinsam mit einem breiten Publikum im Herzen der Bremer Innenstadt diskutieren. Eingeladen sind interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters: von Schülerinnen und Schülern bis hin zu Seniorinnen und Senioren, die sich über die Bedeutung des Wandels von Medien, Kultur und Gesellschaft informieren und mitdiskutieren möchten. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Markus Beckedahl, netzpolitik.org

"Das Dilemma der Überwachung" (Markus Beckedahl, netzpolitik.org)

Montag, 18. April 2016, 19 Uhr

Die zunehmende Digitalisierung kommt mit einem Nachteil: Wir hinterlassen überall Datenspuren. Staatliche und wirtschaftliche Akteure profitieren davon und überwachen alles, was geht. Die Frage ist nicht mehr, ob wir überwacht werden, sondern nur noch wie oft, wo überall und wird das für immer gespeichert? Und wir machen es ihnen leider auch zu einfach. Denn häufig haben wir durch diese Überwachung auch Vorteile. Markus Beckedahl wird über das Dilemma reden, dass wir einerseits die Vorteile nutzen, aber nicht die nachteile in Kauf nehmen wollen. Es liegt an uns, wie wir die digitale Gesellschaft gestalten wollen.

Über den Referenten: Markus Beckedahl ist Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org. Er ist Partner bei newthinking communications GmbH, Gründer der re:publica, engagiert sich ehrenamtlich als Sprecher des Vereins Digitale Gesellschaft e.V.

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Marco Maas, Open Data City

"Die Sensorenresidenz" (Marco Maas, Open Data City)

Samstag, 11. Juni 2016, 11 Uhr

Der Datenjournalist Marco Maas (OpenDataCity) hat sich ein smartes Zuhause gebaut - in jedem Raum gibt es intelligente Lichter, CO2- und Bewegungssensoren, jede Aktion wird aufgezeichnet. Im Vortrag berichtet er vom Versuchsaufbau und präsentiert Untersuchungsergebnisse - wie fühlt es sich an mit dem Big Brother zu leben? Welche Dinge funktionieren, welche nicht? Was sagen die Daten über die Bewohner einer Wohnung?

Über den Referenten: Marco Maas ist geschäftsführender Gesellschafter von OpenDataCity, Datenjournalist, Medienberater und Trainer. Er arbeitet seit 1999 als Journalist in Hamburg. Maas war u.a. an der Entwicklung des mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichneten ZDF-Parlameters beteiligt. Für die G8-Berichterstattung auf gipfelblog.de erhielt er den CNN Journalist Award. Seit 2009 beschäftigt er sich mit dem Themenkomplex Open Data/Linked Data.

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Christian Tipke, Tipke digitales Video

"Glaubwürdiger Journalismus für digital natives" (Christian Tipke, Tipke digitales Video)

Samstag, 22. Oktober 2016, 11 Uhr

Der Filmproduzent Christian Tipke produziert mit seiner Firma sendefähig GmbH das WebDoku Format „Y-Kollektiv“ für funk, das neue junge Angebot von ARD und ZDF. Im Vortrag wird er folgenden Fragen auf den Grund gehen: Wie erreicht man junge Menschen mit guten journalistischen Inhalten bei Facebook und YouTube zwischen Katzenvideos und selfies? Wie entgegnet man dem Vorwurf „Lügenpresse“ und warum ist funk das richtige Netzwerk für ein solches Vorhaben?

Über den Referenten: Christian Tipke ist geschäftsführender Gesellschafter der sendefähig GmbH und Inhaber der Produktionsfirma Tipke digitales Video. Er arbeitet seit 2006 selbständig als Filmproduzent in Bremen. Tipke entwickelte mit Radio Bremen für funk die Formate „Was mit Fabian“, das erste veröffentliche funk- Format und mit seinem Kompagnon Dennis Leiffels das journalistische Format "Y- Kollektiv". Mit seiner Firma Tipke digitales Video produziert er Video Content für Kunden aus der Privatwirtschaft.

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Norbert Lübke, Katholische Akademie St. Jakobushaus, Goslar

"Seelsorge(r) im Internet am Beispiel von St. Bonifatius, einer virtuell existierenden Kirche in funcity.de" (Norbert Lübke, Katholische Akademie St. Jakobushaus, Goslar)

Samstag, 10. Dezember 2016, 11 Uhr

In seinem Vortrag "Seelsorge(r) im Internet am Beispiel von St. Bonifatius, einer virtuell existierenden Kirche in funcity.de" stellt Norbert Lübke, Diplom-Pädagoge und Referent an der Katholischen Akademie St. Jakobushaus in Goslar, seine Arbeit als Beauftragter für die Internetseelsorge des Bistums Hildesheim vor. Lübke ist zudem Sprecher des Seelsorgeteams der virtuellen Kirche St. Bonifatius. Der katholischen Kirche wird häufig eine gewisse Trägheit im Umgang mit dem Internet und neuen Medien nachgesagt. Die virtuelle Kirche St. Bonifatius in funcity besteht jedoch bereits seit 1998, also beinahe 20 Jahre. Norbert Lübke, der die Kirche von Seiten des Bistums Hildesheim begleitet, berichtet über seine Arbeit in diesem Spannungsfeld. Die wissenschaftliche Einordnung übernimmt Prof. Dr. Kerstin Radde-Antweiler.