Nachname
Prof. Dr. Friedrich Krotz
Fachbereich
Fachbereich 9: Kulturwissenschaften
Institut
ZeMKI
Fachgebiet
Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt soziale Kommunikation und Mediatisierungsforschung
Gebäude
Linzer Str. 4
Raum
40220
Telefon
+49 (0)421 218 67625
E-Mail
krotz[at]uni-bremen.de
Sprechzeiten

siehe Sprechzeitenliste

Vita

Friedrich Krotz lehrt seit Oktober 2010 als Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt soziale Kommunikation und Mediatisierungsforschung.
Friedrich Krotz ist Diplommathematiker (Universität Karlsruhe) und Diplomsoziologie (Universität Hamburg); er hat in Soziologie promoviert und sich in Kommunikationswissenschaft und Journalistik habilitiert. Er hat an den Universität des Saarlandes als Mathematiker, an der Universität Hamburg als Soziologe und an der FU Berlin im Bereich der Politikforschung gearbeitet sowie an der Fachhochschule für öff. Verwaltung in Hamburg unter anderem Informatik und Soziologie gelehrt und geforscht. Danach war er von 1989 bis 2001 wissenschaftlicher Referent am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg. An den Universitäten Jena, Potsdam und Zürich hat er Professuren vertreten, an der Universität Münster eine Professur für Mediensoziologie und -psychologie innegehabt und seit 2003 an der Universität Erfurt in der Nachfolge von Peter Glotz den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft und Soziale Kommunikation. Dort hat er 2004 auch das Forschungszentrum COMDIGMED gegründet und war bis 2010 dessen Sprecher. Seit 1. Oktober 2010 lehrt und forscht Friedrich Krotz an der Universität Bremen.
Krotz war im Laufe seiner Karriere 1982 als Stipendiat an der Universidad Iberoamericana, Mexico Stadt, 1995 visiting researcher am Department of Telecommunications der Indiana University, Bloomington, Indiana, USA. Er hielt sich anlässlich von Forschungsprojekten in Großbritannien, Mexiko, Spanien, USA, der Schweiz, Japan, Israel und zahlreichen weiteren europäischen Ländern auf und war 2007 als Visiting Professor an der Universidad Modelo, Merida, Mexico sowie an der Universidad Costa Rica in San Jose.
Friedrich Krotz hat zahlreiche Ämter in den Institutionen und Vereinigungen der Wissenschaft gehabt, darunter den Vorsitz der wissenschaftlichen Begleitkommision des von der Bund-Länder-Kommission getragenen Studiengangs "Europäische Medienwissenschaft" an der Universität Potsdam, gemeinsam betrieben mit der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg und der Fachhochschule Potsdam. Nach acht jahren als Sprecher der Sektion „Mediated Communication, Public Opinion and Society“ der IAMCR ist er jetzt Mitglied des International Councils dieser Vereinigung. Er war zudem von 2003 bis 2011 gewählter Vertreter der Kommunikationswissenschaft im Fachkolleg Sozialwissenschaft 111 der DFG und ist seit 2008 verantwortlicher Editor des European Journal of Communication Research, das mittlerweile im 35. Jahrgang erscheint, sowie seit 2009 Initiator und Koordinator des DFG-Schwerpunktprogramms "Mediatisierte Welten".

Forschungsschwerpunkte

Theorien der Medien- und Kommunikationswissenschaft, Kultur- und Kommunikationssoziologie. Cultural Studies, Medienwandel und Mediatisierung, Rezeptions- und Nutzungsforschung, Medien, Politik und Gesellschaft, Qualitative und quantitative Forschungsmethoden und Wissenschaftstheorie

Mitgliedschaften
  • European Communication Research and Education Assocation (ECREA)
  • International Communication Association (ICA)
  • International Association of Media and Communication Research (IAMCR)
  • Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS),
  • Deutsche Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationsforschung (DGPuK)
  • Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM)
  • Trägervereins des Instituts Jugend, Film, Fernsehen in München
  • weitere Vereinigungen, Gremien und Redaktionsbeiräten von Fachzeitschriften
Publikationen
  1. Krotz, Friedrich, Despotović, Cathrin, Kruse, Merle-Marie (Hrsg./eds.) (2014): Die Mediatisierung sozialer Welten. Synergien empirischer Forschung [The mediatization of social worlds. Synergies of empirical research].
  2. Krotz, Friedrich (2014): Apps und die Mediatisierung der Wirklichkeit. In: merz, 2014(3), 10-16.
  3. Krotz, Friedrich (2014): Augmented Reality und informelle Vereinbarungen. Überlegungen zu einer Theorie des Smartphones. In: Bächle, Thomas Christian/Thimm, Caja (Hrsg./eds.) : Mobile Medien – Mobiles Leben. Neue Technologien, Mobilität und die mediatisierte
    Gesellschaft. Berlin: Lit Verlag, 19-40.
  4. Krotz, Friedrich (2014): Die Institutionalisierung des Internet und warum wir uns dagegen wehren sollen. In: merz 2014(3), 12-19.
  5. Krotz, Friedrich (2014): Ein Unding. Das Unsoziale an den sozialen Medien. In: Hörisch, Jochen/Kamman, Uwe (Hrsg./eds.): Organisierte Phantasie. Medienwelten im 21. Jahrhundert – 30 Positionen. Paderborn: Wilhelm Fink/Grimme-Institut, 63-72.
  6. Krotz, Friedrich (2014): From a Social Worlds Perspective to the Analysis of Mediatized Worlds. In: Kramp, Leif/Carpentier, Nico/Hepp,
    Andreas/Tomanić Trivundža, Ilija/Nieminen, Hannu/Kunelius, Risto/Olsson, Tobias/Sundin, Ebba/Kilborn, Richard (Hrsg./eds.):
    Media Practice and Everyday Agency in Europe. Bremen: edition lumière, 69-82.
  7. Krotz, Friedrich (2014): Intimate Communictaion on the Internet. How Digital Media are Changing our Lives at the Microlevel. In: Wyss,
    Eva Lia (Hrsg./ed.): Communication of Love. Mediatized Intimacy from Love Letters to SMS. Bielefeld: Transcript, 79-92.
  8. Krotz, Friedrich (2014): Media, mediatization and mediatized worlds. In: Krotz, Friedrich/Hepp, Andreas (Hrsg./ed.): Mediatized Worlds. Houndsmills: Palgrave, 72-90.
  9. Krotz, Friedrich (2014): Mediatization as a mover in modernity: social and cultural change in the context of media change. In: Lundby,
    Knut (Hrsg./ed.): Mediatization of Communication. Handbooks of Communication Science 21. Berlin: de Gruyter, 131-162.
    Krotz, Friedrich (2014): Obituary for Karsten Renckstorf. In: Communications 39(1), 1-2.
  10. Krotz, Friedrich (2014): Vom Missbrauch einer guten Idee. Anmerkungen zum Double blind peer review. In: Aviso, Zeitschrift der DGPuK
    Nr. 59.