Gastwissenschaftler

PD Dr. Johannes Raabe

PD Dr. Johannes Raabe forscht im Oktober 2014 am ZeMKI. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler hat die Forschungsschwerpunkte Kommu­nikations- und Öffentlichkeitstheorien, Mediensysteme und -strukturen, Journalismusforschung sowie Kommunikations- und Medienethik. Wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Assistent an den Instituten in München und Bamberg sowie eineinhalb Jahre Hochschul­lehrer i.V. am IfKMW der Uni Leipzig. 2011 und 2012 Medienforscher am Forschungs­bereich Öffent­lichkeit und Gesellschaft (fög), Zürich, sowie Lehre an der Uni Fribourg und dem IPMZ der Uni Zürich. Seit 2014 Privatdozent für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Uni Leipzig.

Prof. Dr. Mattias Frey

Prof. Dr. Mattias Frey ist Vertretungsprofessor für Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt neue Medien an der Universität Bremen. Promoviert hat er an der Harvard University. Seit 2008 lehrt und forscht er an der University of Kent (GB), wo er den Posten Senior Lecturer für Filmwissenschaft innehat.

Seine zahlreichen Artikel erscheinen in Sammlungen und Fachzeitschriften wie Cinema Journal, Screen, New German Critique, Quarterly Review of Film and Video, Jump Cut und Framework. Zu seinen Büchern zählen Postwall German Cinema: History, Film History and Cinephilia (Berghahn, 2013); Cine-Ethics: Ethical Dimensions of Film Theory, Practice and Spectatorship (Routledge, 2014); The Permanent Crisis of Film Criticism: The Anxiety of Authority (Amsterdam University Press, 2014); und Film Criticism in the Digital Age (Rutgers University Press, 2015). Frey hat 2013 Drittmittel von der britischen Forschungsgemeinschaft (Arts and Humanities Research Council) eingeworben, um extreme Darstellungen von Gewalt und Sexualität im zeitgenössischen internationalen Autorenfilm zu untersuchen. Eine Monographie zum Thema erscheint Anfang 2016.

Zusammen mit Prof. Dr. Winfried Pauleit und Dr. Rasmus Greiner arbeitet Frey aktuell an einem Projekt zu „Audio History“. Im Allgemeinen kreisen seine Forschungsvorhaben um Geschichtsphilosophie, Medienrezeption, Filmtheorie, Filmkritik und die Soziologie der Kunst.

 

Prof. Dr. Tristan Mattelart

E-Mail: tristan.mattelart[at]uni-bremen.de

Im Sommersemester 2014 lehrte und forschte Professor Tristan Mattelart von der Université Paris 8 am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen. Mattelart gehört zu den führenden Forschern Frankreichs in Fragen des grenzüberschreitenden Medienwandels und dessen Folgen für Politik, Wirtschaft, Kultur und das soziale Miteinander. Am ZeMKI brachte sich Mattelart als Gastprofessor in die Forschung zu transkultureller Kommunikation und Mediatisierung ein. Zudem gab er von April bis Juli vier Seminare für Studierende der Studiengänge BA Kommunikations- und Medienwissenschaft und MA Medienkultur. Finanziert wurde die Gastprofessur über das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Schwerpunktprogramm „Mediatisierte Welten“, das an der Universität Bremen koordiniert wird Prof. Dr. Mattelart vertritt den Koordinator dieses Programms, Prof. Dr. Friedrich Krotz, der dadurch für Forschung freigestellt wird.

Mattelart ist Spezialist für internationale Kommunikation. Er hat sich insbesondere mit dem Problem der Medien-Piraterie, mit der Mediennutzung von Migranten und der Macht transnationaler Medien bei der Umgehung staatlicher Zensur auseinander gesetzt. Während seiner Gastprofessur lehr und forscht er dazu, mit welchen Strategien und Konsequenzen die unrechtmäßige Vervielfältigung und der Vertrieb von urheberrechtlich geschützten Werken kriminalisiert wird. Auch wird er sich eingehender mit der Frage auseinandersetzen, wie ethnische Minderheiten im familiären Kontext Medien aus ihrer alten und neuen Heimat nutzen und welche Rolle die Globalisierung auf den Wandel der Berichterstattung und von Mediensystemen insgesamt noch haben wird. Am 17. Juli hielt Mattelart einen Vortrag im rahmen des ZeMKI-Forschungskolloquiums.

Als fachbereichsübergreifendes Forschungsinstitut der Universität Bremen befasst sich das ZemKI mit Fragen des Medien- und Kommunikationswandels an der Schnittstelle von Kultur- und Sozialwissenschaften einerseits und Technikwissenschaften andererseits. Das Besondere ist dabei die interdisziplinäre Ausrichtung des Forschungsinstituts: An ihm sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Kommunikations- und Medienwissenschaft, der Kulturwissenschaft, des Informationsmanagements und der Medienpädagogik beteiligt. Am ZeMKI wird das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Schwerpunktproramm „Mediatisierte Welten“ koordiniert. Das ZeMKI ist zudem an dem Forschungsnetzwerk „Kommunikative Figurationen“ der Universitäten Bremen und Hamburg beteiligt. Der Bremer Teil dieses Netzwerks ist eine profilbildende Forschungsgruppe der Universität Bremen und wird als „Creative Unit“ im Rahmen ihres Zukunftskonzepts „Ambitious and Agile“ als Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert.

Dr. Lorena Frankenberg

E-Mail: frankenberg[at]uni-bremen.de

Seit Oktober 2011 erforscht die mexikanische Postdoktorandin Lorena Frankenberg am ZeMKI, unterstützt vom Deutschen Akademischen Austauschsdienst (DAAD), die Rolle des digitalen Journalismus bei der Förderung von Bürgerbeteiligung in Mexiko und Deutschland. Der einjährige Forschungsaufenthalt in Bremen zielt auf einen intensiven Austausch mit der kommunikationswissenschaftlichen Forschergemeinde in Deutschland. Supervising professor ist Prof. Dr. Friedrich Krotz.
 
Frankenberg hat einen Masterabschluss in Humanistic Studies der University of Monterrey und einen Doktortitel in Cultural Studies and Communication des Monterrey Institute of Technology and Higher Education in Mexiko. Seit 2011 ist sie Fellow des National System of Researchers of the Mexican National Council for Science and Technology (SNI-Conacyt). Sie baute das erste Master-Studienprogramm für Digitalen Journalismus in Mexiko auf und ist Direktorin des Institute for Digital Communication und des Interdisciplinary Research Center an der Universidad Metropolitana de Monterrey.
 
Ihre Forschungsschwerpunkte betreffen die Wechselbeziehung zwischen Medien und der Konstruktion von Bürgerschaft sowie Publikumsforschung. Für ihr aktuelles Forschungsprojekt vergleicht Frankenberg den aktuellen Status und die Möglichkeiten digitaler Nachrichtenmedien in Mexiko zur Stärkung partizipatorischen Bürgerengagements mit Forschungsergebnissen aus Deutschland.
 
Erste Ergebnisse ihrer Forschung stellte Frankenberg im Rahmen des ZeMKI-Forschungskolloquiums vor. Ihren Vortrag mit dem Titel „Digital Media and Citizenship in Mexico“ hielt sie am 24. November 2011.

Prof. Dr. Shaun Moores

E-Mail: shaun.moores[at]sunderland.ac.uk

Shaun Moores, Professor für Media and Communications an der University of Sunderland, forschte im Juni 2009 am damaligen Institut für Medien, Kommunikation und Information (IMKI). Bereits im Dezember 2005 hatte Moores im Rahmen des Forschungskolloquiums des Instituts einen Vortrag über Mediennutzung und alltägliche Umwelterfahrungen gehalten.
Moores Aufenthalt in Bremen nutzte der insbesondere in der Mediennutzungsforschung profilierte britische Kommunikationswissenschaftler, um empirisch zu forschen. Hierbei lieferte er wichtige Anregungen für das von der DFG geförderte Forschungsprojekt „Integrations- und Segregationspotenziale digitaler Medien“. Dabei erhielt Moores selbst wiederum Impulse für sein eigenes mit Monika Metykova verfolgtes empirisches Projekt „The Environmental Experiences of Trans-European Migrants“.
 
Aus der Verbindung zum IMKI entstanden auch zwei Buchveröffentlichungen, zum einen der gemeinsam herausgegebene Sammelband „Konnektivität, Netzwerk und Fluss: Konzepte gegenwärtiger Medien-, Kommunikations- und Kulturtheorie“ (VS Verlag) auf der Grundlage eines Workshops von britischen und deutschen Forschern, zum anderen die dazugehörige englische Ausgabe, erschienen bei Hampton Press („Connectivity, Networks and Flows: Conceptualizing Contemporary Communications“). Auch schloss sich eine Kooperation zum Austausch von Studierenden in den Masterstudiengängen sowie auf Forscherebene an, die von der Europäischen Union gefördert wurde.
 
Im März 2012 erscheint Moores Monographie „Media, Place and Mobility“ in der Reihe „Key Concerns in Media Studies“ (Palgrave Macmillan).