Forschungsverbund Welfare Societies

Das ZeMKI ist eines der tragenden Institute des neu etablierten Forschungsverbundes Welfare Societies. 

Westliche Wohlfahrtsstaaten sind mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Dem institutionellen Gefüge dieser Gesellschaften, die durch einen grundlegenden funktionalen Antagonismus von kapitalistischer Wirtschaft und Wohlfahrtsstaat geprägt ist, werden immer mehr es durchziehende Instabilitäten attestiert. Der Forschungsverbund strebt die Ausarbeitung einer neuen empirisch fundierten Theorie gegenwärtiger Wohlfahrtsgesellschaften an. Ein dreistufiger analytischer Ansatz formuliert drei leitende Fragestellungen und buchstabiert die zugeordneten theoretischen Konzepte aus: 

1. Was ist die Beschaffenheit der institutionellen Instabilitäten? Hier entwickeln wir das Konzept des multiplen Drucks, der auf den Akteuren auf der Mikro-, Meso- und Makro-Ebene der Gesellschaft lastet.

2. Wie reagieren die Akteure auf diesen Druck? Hier nutzen wir ein soziologisches Coping-Konzept, um diese Reaktionen zu charakterisieren.

3. Welche Arten von Effekten hat das Coping auf die Institutionen der Wohlfahrtsgesellschaften? Hier arbeiten wir das Konzept von Drei-Ebenen-Konstellationen (Mikro, Meso, Makro) des Copings aus, deren Dynamiken die institutionellen Strukturen aufrechterhalten oder verändern. 

Zusammengenommen ergibt dieser Ansatz eine voll ausgebaute Theorie des sozialen und politischen Wandels von Wohlfahrtsgesellschaften. Von der ersten bis zur dritten Frage nehmen die theoretischen Herausforderungen zu; entsprechend wird der innovative Gehalt der Forschungsarbeit mit der sukzessiven Bewältigung der Herausforderungen steigen. 

Weitere Information: http://www.welfare-societies.de